Brandenburger Städte-Netzwerk (BraNEK)

Verschiedene Themenschwerpunkte – Diskussionsbasis für acht Werkstattgespräche

Werkstätten – Erfahrungsaustausch

In insgesamt acht Werkstatt-Terminen wurden die unterschiedlichen Aspekte einer klimagerechten Stadtentwicklung diskutiert.

Die Beleuchtung des Status Quo im Hinblick auf die verwaltungsseitige Organisation des Themas Klimaschutz und Energieeffizienz war Gegenstand der ersten Werkstatt. Die "ideale" Organisation braucht demnach ein "Zugpferd" innerhalb der Stadtverwaltung, das mit entsprechenden finanziellen wie personellen Ressourcen ausgestattet ist und über die notwendigen Kompetenzen verfügt. Diese Identifikationsfigur wirkt gleichfalls als "Außenminister" für die Themen. Unterstützt wird diese Kernkompetenz durch eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe, die klassischer Weise mindestens aus der Stadtplanung, der Umwelt sowie der Wirtschaft besteht. Ein Fachbeirat kann mit speziellem Know-How ergänzen.

Die zweite Werkstatt stand im Fokus der Beleuchtung von Good Practice Beispielen aus den Netzwerkstädten selbst sowie aus anderen Kommunen. Insbesondere die Erfahrung, die Städte mit der Erarbeitung von Klimaschutzkonzepten gesammelt haben, lieferte wichtige Einblicke über Grundlagen, Strukturen und möglichen Themen. Dabei zeigte sich, dass die Energie- und CO2-Bilanz eine wichtige Basis ist, die Potenzialanalyse, d. h. die Ermittlung von Einspar- und Effizienzpotenzialen sowie von Einsatzpotenzialen erneuerbarer Energien, Kernstück von Klimaschutzkonzepten ist.

Neben Arbeitsstrukturen und Konzeptinhalten spielt eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit eine herausragende Rolle bei der Erarbeitung von Klimaschutzkonzepten. Die dritte Werkstatt hat die Möglichkeiten und Grenzen der Akzeptanz von kommunalem Klimaschutz ausgelotet.

Der Blick wurde im Rahmen der vierten Werkstatt auf die Inhalte von Energie- und Klimaschutzkonzepten gelenkt. Gemeinsam haben die sieben Städte ein Anforderungsprofil für die Konzepte erarbeitet, das sich aus fünf Säulen zusammen setzt:Raumbezug (Quartier ... Region), Handlungsfelder (Energieversorgung ... Mobilität), Förderung (Bund ... Länder), Bausteine (Analyse ... Maßnahmen) und Beteiligung (Akteure).

Das Thema Monitoring von Energieverbrauch und Emissionen bildete den Schwerpunkt der fünften Werkstatt. Neben einer Ausrichtung der Zielbestimmung auf die zur Verfügung stehenden Daten, ist auch die rechtzeitige Einbindung der Akteure, von denen Daten benötigt werden, ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Dabei gilt es immer wieder zwischen Datenverfügbarkeit und Erhebungsaufwand sowie Zielkriterien abzuwägen.

Potenziale von Energieeinsparung, Energieeffizienz aber auch im Hinblick auf Flächeneigungen (Photovoltaik, Wind etc.) wurden im Rahmen der sechsten Werkstatt beleuchtet. Da große Potenziale erschlossen werden können, gilt es nun, sich in den Kommunen Klarheit über die eigenen Ziele und Visionen zu verschaffen.

Einem weiteren wichtigen Schwerpunkt in der Diskussion widmete sich die siebte Werkstatt: der Anpassung an den Klimawandel. Die wissenschaftlichen Prognosen zu den konkreten Folgen des Klimawandels in unseren Breiten gehen derzeit noch sehr weit auseinander. Anpassungsstrategien stehen daher heute noch nicht im Fokus kommunaler Planungen. Aus strategischer Sicht sollte jedoch auch dieses Thema "mitgedacht" werden.

Die achte Werkstatt wurde genutzt, um die vielen Ansätze und Strategien nochmals zu reflektieren und zusammen zu führen.

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Zeitplan Projekt BraNEK

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